Neuer Schwung und neue Kräfte im CDU-Vorstand

Der neue CDU-Parteivorstand: (von links) Anja Loddoch, Pierre Gabriel, Sascha Lippe, Joerg Fischer, René Taubach, Norbert Neß, Stefanie Schulten-Borin, Charlotte Quik MdL, Marcel Opladen, Axel van Clewe, Marco Dey und Bettina Dülligen (Fabian Lücking fehlt auf dem Foto).

Neuer Schwung und neue Kräfte im CDU-Vorstand

Norbert Neß als Vorsitzender bestätigt / Joerg Fischer neuer Vize / Axel van Clewe zum Geschäftsführer gewählt

Bei seiner Mitgliederversammlung hat der CDU‑Stadtverband Hamminkeln am Donnerstagabend im Gasthof Buschmann in Ringenberg seinen Parteivorstand neu gewählt. Auf mehreren Positionen haben langjährige Mitstreiter aufgehört; neue Kräfte wurden mit nahezu einstimmigen Ergebnissen gewählt.

Vorsitzender Norbert Neß bleibt an der Spitze. Der 54‑Jährige wurde mit 90 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt (37 von 41 gültigen Stimmen). Er führt die CDU seit 2011. Als stellvertretender Vorsitzender wurde erstmals Joerg Fischer aus Mehrhoog gewählt. Parteivize Stefanie Schulten‑Borin aus Brünen wurde in ihrem Amt bestätigt. Das neue Amt des Geschäftsführers übernimmt Axel van Clewe aus Dingden. Marco Dey aus Mehrhoog ist neuer Schatzmeister und folgt auf Josef Vehns, der das Amt insgesamt 29 Jahre lang innehatte. Neue Schriftführerin und Nachfolgerin von Christel Joormann‑Sauer ist Bettina Dülligen aus Hamminkeln. Als Mitgliederbeauftragter fungiert künftig Sascha Lippe aus Hamminkeln; er löst Bernhard Boland ab.

Sechs Beisitzer komplettieren das Vorstandsgremium: Pierre Gabriel (Ringenberg), Anja Loddoch (Mehrhoog), Fabian Lücking (Wertherbruch), CDU‑Fraktionsvorsitzender Marcel Opladen (Loikum), CDU‑Landtagsabgeordnete Charlotte Quik (Brünen) sowie René Taubach (Dingden).

In seinem Rechenschaftsbericht hob Vorsitzender Norbert Neß die Bedeutung glaubwürdiger Persönlichkeiten für politischen Erfolg hervor. Politik sei heute stärker denn je ein „people’s business“. Gerade in der Kommunalpolitik komme es auf Kandidatinnen und Kandidaten an, die authentisch auftreten, Verantwortung übernehmen und nah an den Menschen sind. „Schwarz oder rot lackierte Besenstiele funktionieren längst nicht mehr“, sagte Neß.

Zur hiesigen Landtagsabgeordneten Charlotte Quik gewandt sagte er: „Du kannst dich bei der nächsten Landtagswahl am 25. April 2027 wieder auf den Sieg im Heimspiel hier bei uns in Hamminkeln verlassen!“ Die anwesenden CDU‑Mitglieder zollten dieser Feststellung engagiert Beifall.

Der Vorsitzende verwies auf die Kommunalwahl 2025, bei der die CDU mit 17 Ratsmitgliedern stärkste Kraft im Stadtrat geworden ist. Acht neue und neun erfahrene Ratsmitglieder bildeten eine „sehr gute Mischung aus frischen Ideen und politischer Erfahrung“. Ein besonderer Dank galt CDU‑Bürgermeisterkandidat Sascha Lippe, der mit zahlreichen Gesprächen und einer intensiven Zuhörtour wichtige Impulse für das Bürgerprogramm und den erfolgreichen Wahlkampf gegeben habe. „Wir haben Dich kennen‑ und schätzen gelernt.“

Positiv bewertet wurde auch die politische Zusammenarbeit im Rathaus seit der Wahl. Das Klima zwischen Verwaltung und Politik habe sich verbessert, und auch die Kooperation zwischen den Fraktionen sei konstruktiver geworden. „Bürgermeister Robert Graaf hört zu, spricht mit allen, sucht den Ausgleich. Das ist gut so.“ Gemeinsames Ziel bleibe es, über Parteigrenzen hinweg „das Beste für die Stadt“ zu erreichen.

Mit Blick auf die kommenden Jahre rief er die Mitglieder zu Geschlossenheit auf. Unterschiedliche Meinungen seien in einer Volkspartei normal und Ausdruck politischer Lebendigkeit. Entscheidend sei jedoch, im Gesamtbild geschlossen aufzutreten und gemeinsam Verantwortung für die Entwicklung der Stadt zu übernehmen.

Zum Abschluss dankte der Vorsitzende den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für ihr langjähriges Engagement. Besonders hob er die fast drei Jahrzehnte währende Tätigkeit von Josef Vehns als Kassierer und Schatzmeister hervor. Ein weiterer Dank galt auch den beiden abwesenden Christel Joormann‑Sauer sowie Paul Sonders, Neß’ Vorgänger im Amt des Parteivorsitzenden, der sich in den vergangenen Jahren als Beisitzer weiterhin engagiert und intensiv an der Partei‑ und Wahlkampfarbeit mitgewirkt hatte. Ebenfalls bedankte Neß sich bei Hans-Jürgen Kraayvanger für seine Arbeit als Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister.